Hashimoto-Thyreoiditis

Das ist der Beginn einer mehrteiligen Beitragsreihe über die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis. 

In diesem ersten Blogpost erfährst du warum mir dieses Thema so am Herzen liegt, wie diese Erkrankung diagnostiziert werden kann und wie es mir aktuell damit geht. 

In Zukunft werde ich weitere Beiträge über Hashimoto veröffentlichen. Diese findest du gesammelt unter der Kategorie „Hashimoto“.  

Bitte beachte, dass all meine Texte meine persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre widerspiegeln und einen Arztbesuch in KEINEM Fall ersetzen!  

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Hashimoto-Thyreoiditis

Was hat mich dazu bewogen, dass ich hier meine persönliche Geschichte und meine Erfahrungen mit dir zu dieser Autoimmunerkrankung teilen möchte? 

Über 10 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen sind mittlerweile von dieser sog. Autoimmunerkrankung betroffen. Es sind vor allem junge Frauen und auch ich bin eine von ihnen. 

Im Jahr 2017 wurde bei mir diese Krankheit diagnostiziert. Damals habe ich meinen Hausarzt aufgesucht, da ich ständig geschlafen habe, auch tagsüber und trotzdem noch müde war. Mein Arzt hat daraufhin meine Schilddrüsenwerte überprüft und festgestellt, dass ich mich aktuell in einer Schilddrüsenunterfunktion befinde und an der Autoimmunerkrankung Hashimoto leide. Als ich den Arzt fragte, ob ich denn etwas unternehmen könnte um meinen Körper zu unterstützen und die Krankheit unter Umständen zu heilen, schüttelte er nur den Kopf und sagte, dass ich nichts machen kann außer Schilddrüsenhormone zu nehmen. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung hatte, was alles außerhalb einer klassischen schulmedizinischen Behandlung möglich ist, bin ich dem Ratschlag des Arztes gefolgt und Begann mit der Einnahme von synthetischen Hormonen. 

Mir ging es ziemlich schnell besser. Doch leider oder mittlerweile zum Glück war eine Besserung der Symptome nur von kurzer Dauer. Ich beschloss daraufhin meine Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen. Somit verbrachte ich die letzten Jahre intensiv damit mich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen, zu recherchieren, Bücher zu lesen und auf ganzheitlicher Ebene an mir zu arbeiten, teilweise alleine und teilweise mit der Unterstützung von naturheilkundlich arbeitenden Ärzten, Heilpraktikern und Coaches. 

Es hat sich gelohnt. Seit drei Jahren benötige ich keine Schilddrüsenhormone mehr und kann anhand meiner Lebensweise genau bestimmen, ob meine Schilddrüse aus der Reihe tanzt oder ob ich mich super fühle. 

Mein Wunsch ist es, dass jede Betroffene, jeder Arzt/Ärztin Kenntnis davon erlangt, wie diese Autoimmunerkrankung auf ganzheitliche Weise unterstützt werden kann und somit niemand einen Verlust der Lebensqualität hinnehmen muss. 

Diagnose einer Hashimoto-Thyreoiditis

Wie oben bereits erwähnt ist Hashimoto keine Schilddrüsenunterfunktion im klassischen Sinne, auch wenn sie vom Arzt so behandelt wird. Bei Hashimoto handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, der Körper greift das eigene Schilddrüsengewebe an und zerstört diese walnussgroße Hormondrüse des menschlichen Körpers. Zumindest ist das der aktuelle wissenschaftliche Stand.  

Die Schilddrüse regelt verschiedene Funktionen u.a. die Temperatur, die Herzfrequenz, den Muskeltonus und auch die Gedächtnisleistung. 

Zu Beginn der Erkrankung kommt es häufig zu einem Wechsel zwischen einer Schilddrüsenüberfunktion und einer Schilddrüsenunterfunktion. Irgendwann pendelt es sich bei einer Unterfunktion ein. 

Symptome einer Überfunktion sind z.B. Druck, Enge, Kloßgefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Vergesslichkeit, Panikattacken, Ängste, Herzrasen, Herzklopfen und Schweißausbrüche. Ich litt vor allem unter den Schweißausbrüchen. Es war teilweise so stark, dass ich nachts meinen Schlafanzug zweimal wechseln musste, weil alles komplett nass geschwitzt war. 

Symptome einer Unterfunktion sind u.a. niedrige Körpertemperatur, erhöhte Kälteempfindlichkeit, Kloß im Hals, heisere oder belegte Stimme, depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Haarausfall. 

Wenn diese Symptome auftauchen ist es ratsam die Schilddrüse genauer unter die Lupe zu nehmen. Beim Arzt ist es wichtig in einem ersten Schritt folgende Werte über das Blut bestimmen zu lassen: 

TSH

Thyreoidea-stimulierendes Hormon (= Schilddrüsen stimulierendes Hormon). 

ft3

freies T3 – Schilddrüsenhormon

ft4

freies T4 – Schilddrüsenhormon 

TPO-AK

Antikörper gegen die thyreoidale Peroxidase (TPO-AK), ein Enzym der Schilddrüse.

Ebenfalls sollte ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht werden. Das macht entweder der Hausarzt oder du lässt dir eine Überweisung zum Endokrinologen geben. Dieser ist u.a. auf Schilddrüsenerkrankungen spezialisiert. 

Übrigens ist das Symbol für die Schilddrüse ein ausgebreiteter Schmetterlingsflügel, weil das Querschnittsbild im Ultraschall daran erinnert. 

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Kommt der Arzt nun zu der Diagnose Hashimoto Thyreoiditis lohnt es sich daraufhin noch weitere Werte, sowie einige Vitamine und Mineralstoffe bestimmen zu lassen. Denn erfahrungsgemäß liegen auch hier einige Mängel vor. Das lässt sich damit erklären, dass der Körper durch eine Autoimmunerkrankung unter Stress steht und somit einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen hat. Welche Werte überprüft werden sollten ist von Person zu Person unterschiedlich. Das könnte z.B. in einem Gesundheitscoaching näher besprochen werden. 

Eine sehr gute und kostengünstige Möglichkeit um zu überprüfen, ob sich deine Schilddrüse in einer Unterfunktion befindet, ist die Temperaturmessung unter der Zunge. Eine normale Temperatur liegt zwischen 36,3 und 37,3 Grad Celsius. Bist du müde und liegt deine Temperatur unter 36 Grad kann ein Schilddrüsenhormonmangel vorliegen.

Jedoch ist für mich die Temperaturmessung nur ein Anhaltspunkt. In jedem Fall würde ich bei Verdacht auf Schilddrüsenprobleme meine Blutwerte überprüfen lassen um eine eindeutige Diagnose zu erhalten. 

So, das soll es zunächst für den Einstieg in dieses umfangreiche Thema gewesen sein.
Im nächsten Blogbeitrag wird es um die schulmedizinische Behandlung und die Ursachen gehen.

 

Falls du Fragen zum Beitrag hast oder Themenwünsche lass es mich gerne in den Kommentaren unter diesem Post wissen oder schreibe mir eine E-Mail an info@blessyourhealth.de.

 

Ich freue mich von dir zu lesen.

Von Herz zu Herz

Diana

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